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Die Freigängerkatze  

In Deutschland leben geschätzt mehr als 13 Millionen Hauskatzen. Und obwohl in den meisten Fällen eine Haltung von Katzen in reiner Wohnungshaltung möglich wäre, gilt bei vielen Besitzern der Freigang als die wirklich artgerechte Form der Katzenhaltung. Viele dieser Tiere machen dementsprechend Gärten, Wälder und Wiesen unsicher. Bis zu 200 Millionen Vögel sollen so jedes Jahr allein in Deutschland den Katzen zum Opfer fallen. Was für eine Zahl! In den USA werden laut einer Studie sogar zwischen 1,4 und 3,7 Milliarden Vögel von Katzen getötet. 

Diese Zahlen sind nicht unumstritten und sicher muss man jede Statistik auch mit Vorsicht und Bedacht lesen. Aber es wird klar: die Überpopulation an Katzen in menschlichen Siedlungen kann Populationen von Vögeln und Kleintieren extrem bedrängen oder sogar auslöschen. Und deswegen ist es in manchen Gärten bedenklich still - weil kaum noch ein Vogel singt.

 

Katze LucyBalu

Hauskatzen jagen Vögel nicht aus Hunger 

Wir sind ganz ehrlich - uns von LucyBalu haben diese Zahlen geschockt, auch wenn man nicht alles bedenkenlos glauben und hinnehmen sollte. Trotzdem – jeder getötete Vogel ist einer zu viel, dachten wir uns. Nun ja – so ganz stimmt auch diese Aussage nicht. Denn: gesunde Vögel können einer jagenden Katze generell ziemlich einfach entkommen. 

 

Tatsächlich regulieren in ausgewogenen Öko-Systemen Jäger die Population an Beutetieren auf eine gesunde und nachhaltige Art und Weise. Plus: längst nicht jeder Jagdversuch ist auch von Erfolg gekrönt. Vor allem dann nicht, wenn nicht der Hunger sondern andere Parameter für das Jagen selbst entscheidend sind. Denn: die allermeisten Hauskatzen jagen nicht aus Hunger. Sie befriedigen dabei vielmehr ihren Spieltrieb. Wichtig ist für die Katze nur, dass sich das Objekt bewegt. Zum Opfer des Spieltriebs werden daher auch Maulwürfe, Fledermäuse, Fische, Frösche, Eidechsen, Blindschleichen, aber auch Libellen oder Schmetterlinge. Langeweile wird also durch spielerisches Jagen bekämpft.

Das Problem: unsere Gärten sind oft alles andere als naturnah gestaltet, bieten zu wenig Versteckmöglichkeiten oder Fluchtrouten. Und – vielen Katzen ist ständig langweilig! Das System ist also völlig aus dem Gleichgewicht geraten. Katzen die entweder ausgesetzt wurden und verwildert sind, sowie deren Nachkommen, stellen zusätzlich ein noch größeres Problem für Vögel- und Kleintierpopulationen dar. Denn diese Tiere müssen sich von dem ernähren, was sie finden. Das können manchmal Abfälle sein oder Futter für andere Tiere. Allerdings hat die Evolution gezeigt – am erfolgreichsten sind immer die besten Jäger. Der Druck durch Hunger führt hier also definitiv zu einer sehr intensiven Bejagung. Weniger verwilderte Hauskatzen wären also ein echter Fortschritt im Vogelschutz! Langfristig hilft hier nur, so viele Tiere wie möglich durch Kastrations- und Sterilisationsprogramme zu erreichen. Dazu gehören auch die zahmen Hauskatzen, die unkastriert ebenfalls für viel zu viel ungewollten (wilden) Nachwuchs sorgen. Aber auch das Aussetzen von Tieren ist hier ein Mit-Verursacher des Problems.


Katzen verursachen Stress bei Vögeln

Wenn Katzen erst einmal Lust am Jagen gefunden haben, spezialisieren sie sich nicht selten. Es gibt wahre Künstler was das Jagen von Mäusen, Insekten oder eben Vögeln angeht. Dabei werden zum Beispiel im Frühling die fast flüggen Jungvögel (Ästlinge) gefangen und gefressen. Manche Katzen klettern sogar auf Bäume und plündern Nester. Schon alleine eine Katze auf Streifzug im Garten bedeutet für viele Vögel enormen Stress. Sie können nicht direkt zum Nest fliegen, um den Räuber nicht auf dessen Standort aufmerksam zu machen. Sie können nicht mehr überall nach Nahrung suchen und sind mehr mit Aufpassen als mit Sorge um ihr Nest beschäftigt. Dadurch steigt der Energieverbrauch enorm an. Gefüttert wird nur noch, wenn keine Katze in Sicht ist. Im Sommer ist das praktisch nie. Die Zahl der flüggen Jungvögel sinkt so drastisch und die Zahl der erschöpften und damit angreifbaren Elterntiere steigt. Was können wir tun, um diesen Kreis zu durchbrechen?


 Was können wir tun?

Fakt ist, dass in Deutschland weiterhin Millionen Katzen frei umherstreifen werden. Ein Verbot für Freigänger, wie es schon beispielsweise in Neuseeland existiert, wird hier nicht eingeführt werden – zumindest nicht in den nächsten Jahren.

Was also können wir Katzenbesitzer tun, um unsere Katzen vom Jagen abzuhalten? Denn als Tierliebhaber sollten uns auch die Vögel und andere Tiere am Herzen liegen. Wir von LucyBalu wollen mit all unseren Produkten das Leben von Katzen artgerechter machen und es bereichern. Wenn es uns aber gelingt zusätzlich noch andere Tiere zu schützen – umso besser!

 

  • Kastration:Vor allem bei Tieren mit Freigang ein absolutes Muss. Die Zahl verwilderter Katzen würde in kurzer Zeit deutlich abnehmen. Kastrierte Katzen zeigen übrigens auch deutlich weniger Jagdlust. 

     

  • Katzenhalsbänder, die Vögel warnen:Inzwischen weiß man, dass Glöckchen leider nicht immer erfolgsversprechend sind und viele Katzen stressen. Besser geeignet sind leuchtende, grellfarbige Halsbänder, die man Katzen anlegt. Diese Farben werden von Vögeln besonders gut wahrgenommen und verraten so die Katze. Daher bieten wir unser Halsband NEMO auch in Neon-Farben an.

     

  • Spielen, spielen, spielen!Wenn unser Stubentiger viel beschäftig wird, und auch in der Wohnung mal ordentlich jagen darf (Angeln, Bälle, „Fummelspiele“, Leckerlies werfen, etc.), reduziert dies maßgeblich die Jagdambitionen außer Haus und das freut wiederum die Vögel. Eine Auswahl an Spielzeugen von uns findet man hier. Zusätzlich kann man füttern, bevor die Katze ins Freie darf – mit vollem Magen jagt es sich eher schlecht.

     

  • Nester katzensicher machen:Bäume auf denen bevorzugt gebrütet wird, können durch katzenabweisende Manschettenringe aus Metall oder Plastik gesichert werden. Futterhäuschen sollten idealerweise freihängend oder auf einem Pfosten angebracht werden. Nistkästen sollten mindestens zwei Meter über dem Boden hängen und keinen „Zugang“ für Katzen bieten – steile Dächer verhindern zum Beispiel, dass die Katze von oben in den Kasten gelangen kann.

     

  • Naturnahen Garten schaffen!Dichtes Gebüsch schafft gute Versteck- und Nistmöglichkeiten. Sträucher wie Weißdorn und Wildrosen schützen mit ihren Stacheln Vogelnester ganz natürlich. Das Ansähen von speziellen Blühwiesen sorgt für mehr Insekten – und damit für mehr Nahrung für die Vögel. Dies reduziert den Stress der Futtersuche.

     

  • Ausgangssperre!Im Mai und Juni sind die meisten gerade flüggen Jungvögel unterwegs. Katzen sollten dann trotz des schönen Wetters tagsüber so wenig wie möglich rausgelassen werden. 

     

Wir können also wirklich viel tun, um Meise, Amsel und Spatz bei uns im heimischen Garten zu schonen. Und so sehr der Freigang von Katzen auch für Probleme sorgt – das eigentliche Problem ist und bleibt der Mensch. Nachverdichtung, Einsatz von Pestiziden, Versiegelung von Natur und auch die keimfreie Gestaltung von Gärten und Parks sorgen für immer weniger Lebensraum für die Vögel. Hier kann jeder Gartenbesitzer und jeder Katzenhalter aktiv gegensteuern. 

 

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